Die Frage in der Überschrift stellen sich regelmäßig viele Lehrerinnen & Lehrer.
Am besten wendet man sich damit direkt an Autoren. Wenn die bereits Erfahrungen gesammelt haben mit Autorenlesungen, dann teilen sie die gern mit. Für Schriftsteller, die ihre Bücher in einem Verlag veröffentlichen, sind Lesungen nämlich eine wichtige Einkommensquelle - eine Tatsache, die gut motiviert, Lesungen zu veranstalten und sich dabei wirklich Mühe zu geben bzw. Interessenten zu informieren, was eine gute Veranstaltung leisten kann! Der innere Ansporn, Fragen zum Themenkomplex "Lesungen" zu beantworten ist dementsprechend auch hoch - wenn man also Autor:innen kontaktiert, reagieren die in der Regel ausgesprochen hilfsbereit!
Worin bestehen die Vorteile von Autorenbegegnungen in Bildungseinrichtungen?
Ist denn der Aufwand, den so ein Lesungsevent mit sich bringt, die Mühe überhaupt wert?
Ja, unbedingt! Da gibt es mehrere Pro-Argumente!
1️⃣ Stärkung der Lesemotivation
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Schülerinnen begegnen echten Autor:innen – das macht Literatur greifbar und lebendig, also interessant[er].
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Die persönliche Begegnung weckt Neugier und baut Schwellenängste gegenüber Büchern ab.
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Studien zeigen: Nach Lesungen in Schulklassen steigt die Nachfrage nach Büchern und Bibliotheksbesuchen deutlich.
2️⃣ Förderung von Lesekompetenz
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Durch das Zuhören, Fragenstellen und Diskutieren wird das Textverständnis geschult.
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Lesungen bieten einen sinnlich-ästhetischen Zugang zu Literatur – frei von Notendruck.
3️⃣ Identifikationsmöglichkeiten und Perspektivwechsel
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Autor:innen erzählen von Schreibprozessen, Figurenentwicklung und persönlichen Erfahrungen.
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Schülerinnen erkennen: Literatur kann eigene Lebensrealitäten spiegeln und neue Denkweisen eröffnen.
4️⃣ Impulse für kreatives Schreiben
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Lesungen regen dazu an, selbst zu schreiben, Fragen zu stellen und sich mit Sprache auszuprobieren.
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Schüler:innen profitieren von der dialogischen Atmosphäre und der Möglichkeit, sich einzubringen.
- Aus dem zweidimensionalen Wort auf dem Papier wird etwas Echtes, Lebendiges. Wenn die Lesung gut ankommt, regt das junge Menschen an, selbst zu schreiben, also "coole" Autorinnen & Autoren nachzuahmen.
5️⃣ Langfristige Wirkung
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Lesefreude wird nicht nur kurzfristig angeregt, sondern nachhaltig gestärkt.
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Viele Schülerinnen greifen nach einer Lesung freiwillig zum Buch – oft zum ersten Mal.
U. a. der Landesbildungsserver Baden-Württemberg bietet dazu weitere Informationen: Klick hier, um sie dir anzusehen!
Als Autorin mit Erfahrung aus über 20 Jahren im Bereich Lesungen würde ich es so formulieren: "Wenn nach der Autorenlesung einige Kinder aus dem Publikum begeistert verkünden, dass sie auch mit dem Schreiben beginnen wollen, dann habe ich einen guten Job gemacht!"

Wie finde ich Anbieter für Autorenlesungen an Schulen?
Am besten ist es, sich bei der Planung des Schuljahres frühzeitig damit auseinanderzusetzen, dass eine Autorenlesung stattfinden soll: bereits bei der Wahl einer Klassenlektüre.
Wenn Kinder eine sogenannte Ganzschrift lesen müssen, weil der Lehrplan das vorsieht, ist das für viele Kids das erste Mal, dass sie sich einem längeren Text stellen müssen. Keine einfache Aufgabe. Lehrkräfte sollten alles tun, um diese Unterrichtsphase so positiv wie möglich zu gestalten, denn sie ist anstrengend ... für alle Beteiligten. Eine Lesung ist hier ein wirkungsvolles Instrument! Bei der Wahl der Lektüre gibt es einiges zu beachten, wenn begleitend eine Lesung stattfinden soll.
- Manche Autoren veranstalten keine Lesungen - also entscheidet man sich für eine Lektüre, die von jemand geschrieben wurde, der das tut. Das sind die besten Anbieter für Autorenlesungen an Grundschulen. Die Homepages der Autoren informieren, ob sie Lesungen anbieten oder nicht.
- Es ist von Bedeutung, wo der Autor wohnt - Reise- und Übernachtungskosten können schnell den Löwenanteil ausmachen, wenn es darum geht, eine Lesung zu finanzieren. Also: Lokal suchen, lokal buchen! Hat ein Autor eine Homepage, hilft oft der Blick ins Impressum, um sich unverbindlich zu informieren, wo der Wohnsitz sich befindet.
- Manche Autoren bieten sogar Gratis-Lesungen an - beim Kauf einer Mindestanzahl bestimmter Bücher. Auch darüber informiert die Autorenhomepage.
Welche Kosten entstehen bei einer Autorenlesung in der Schule?
Man kann nur veranstalten, was sich auch finanzieren lässt. Auskunft beispielsweise über die Kosten für Autorenlesungen an Grundschulen gibt oft die Homepage eines Autors - gern auf einer eigenen Unterseite.
Leider vergessen viele Interessenten, dass zu den Basispreisen für eine Lesung auch fast immer noch Reisekosten hinzukommen. Die wenigsten Autoren wohnen direkt neben einer Schule. Merke: Eine Schriftstellerin aus Süddeutschland nach Sylt einzuladen, läuft auf ein teures Vergnügen hinaus ... Aber wie schon gesagt - das lässt sich durch die vorausschauende Auswahl einer Lektüre vermeiden.
Kosten für Autorenlesungen an Grundschulen – was ist üblich?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Der Preis einer Autorenlesung an einer Schule hängt von vielen Parametern ab. Die folgenden beiden Faktoren haben beispielsweise Einfluss darauf:
- Bekanntheitsgrad von Autor:innen - je prominenter, desto teurer
- Verkauft sich ein Buch sehr gut, ist es brandneu und "in" - dann kostet eine Lesung meist mehr
Wichtig: Teuer ist nicht gleich gut.
Es gibt keine gesetzliche Vorgabe für Preise für Lesungen, aber Branchenstandards. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind:
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Empfehlungen der Literaturverbände
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Förderprogramme (oft verbindlich)
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Budget der Einrichtung
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Honorarvorstellungen der Autor:innen
Zwischen 300 und 500 Euro werden zum Beispiel von Branchenverbänden für Lesungen für Veranstaltungen von 45 bis 60 Minuten empfohlen.
Keine Panik! Es geht auch - deutlich! - günstiger.
Wie & wo Lehrer:innen die "richtige Autorenlesung finden", erklärt demnächst ein Post mit dem Titel: Die richtige Autorenlesung finden und organisieren.
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