Guter Vorsatz für 2026: Besser lesen lernen

Wie können Kinder besser lesen lernen?

Eltern müssen heute gegen allgegenwärtige Bildschirme mit hochattraktiven Angeboten für Kinder antreten – und trotz der schönen Bilder dort die Lesemotivation beim eigenen Nachwuchs ausreichend wachkitzeln, damit die Kids irgendwann möglichst freiwillig zum Buch greifen. Das ist wirklich keine einfache Aufgabe. Die Voraussetzungen sind denkbar schwierig. Wenn man ein paar Eckpunkte beachtet, klapp’s aber!

 

Kind (Junge etwa 8 Jahre alt), das interessiert in einer Bibliothek in einer Bücherkiste nach dem passenden Buch sucht (KI-generiert)

 

Wie unterstütze ich mein Kind beim Lesenlernen richtig?

Obwohl den Eltern die Problemlage vollkommen bewusst ist und sie auch entschlossen sind, ihre kleinen Leseanfänger unbedingt unterstützen zu wollen, wissen sie oft nicht wirklich, wie sie Lesestrategien für Kinder am besten entwickeln. Dabei ist ihnen klar, dass Schulklassen meist zu groß und die Voraussetzungen der Schüler:innen dort viel zu unterschiedlich sind, um beim einzelnen Kind wirklich die Lesekompetenz zu steigern. In der Schulklasse gibt es für eine einzige [mehr oder minder überforderte Fachkraft] viel zu viele Interessen & Voraussetzungen zu berücksichtigen, um eine wirklich erfolgreiche Leseförderung für den Einzelnen in möglichst vielen Bereichen zu erreichen.

 

Kinder brauchen viel Unterstützung beim Lesen daheim!

Lesen in der Grundschule als Unterrichtsfach versucht in erster Linie, den Kindern die Technik des Lesens beizubringen; der nächste Schritt besteht darin, das Leseverständnis zu verbessern bei denen, die lediglich die richtigen Laute zu den dazugehörigen Buchstaben formen, ohne zu begreifen, was sie da von sich geben.

Dazu gehört zunächst einmal eine differenzierte Lesediagnostik: Was kann ein Kind lesen; was versteht es dabei bzw. davon? Klassenlehrer:innen können - und sollten - Eltern bei dieser Lesediagnostik beraten und begleiten.

Inzwischen gibt es verschiedene Formen von Lesetraining mit sehr unterschiedlichen und teilweise recht jungen Lesetechniken: Lediglich Vorlesen in der Schule reicht jedenfalls nicht, um einen engagierten Leser heranzuziehen. Die Lesemotivation steigern jene Eltern am besten, die auch daheim eifrig vorlesen.

Auch daheim kann man unterschiedliche Lesestrategien ausprobieren: Der Buchmarkt bietet Kinderbücher mit der sogenannten Sil-ben-me-tho-de. Eltern können mit ihren Kindern Tandemlesen üben oder ein sogenanntes Vorlesetheater einstudieren.

 

Lesen muss ich nicht nach Schule anfühlen

Indem die Erwachsenen daheim die Lesefortschritte begleiten und loben, stärken sie die Motivation ihrer Kinder. Wichtig dabei: Immer spielerisch lesen lernen lassen! Daheim sollten Eltern / Großeltern unbedingt ohne Druck mit ihren Kindern das Lesen üben. So können Sie Lesebarrieren abbauen durch bestimmte, für die Kinder angenehme Leserituale.

 

Was sollen Kinder lesen?

Ganz wichtig ist es, dass das Lesematerial in der Grundschule ebenso wie die Lesetexte für Kinder daheim deren Interesse wirklich wecken! Lesefreude wecken gelingt am besten, wenn Kinder sich wirklich für die ihnen vorgelegten Texte interessieren und Spaß am Inhalt entwickeln!

⚠️ Bitte beachten: Wenn Eltern gemeinsam mit ihren Kindern lesen, sollten sie unbedingt auf die Konzentration beim Lesen achten! Ablenkungen rundum – ein Handy im Hintergrund, andere Personen, die sich unterhalten, Musik – all das wirkt ablenkend und stört die Konzentration!

Ebenfalls wichtig: Lesefrust vermeiden! Die Auswahl der Texte muss so erfolgen, dass sie auf keinen Fall überfordern – unterfordern ist nicht so schlimm, langweilt aber auf Dauer.

Texte, die spannend sind oder amüsieren, können nachweislich am besten Lesefreude wecken! Vor allem, wenn wir lachen, werden Endorphine ausgeschüttet, also Glückshormone. Lacht ein Kind beim Lesen, spürt es förmlich, wie es glücklich wird. Alle Menschen suchen unwillkürlich Situationen und Umstände wieder auf, bei denen sie gelernt haben, dass sie sich glücklich fühlen.

 

Immer lesen – überall!

Leseförderung im Alltag sollte vollkommen selbstverständlich sein: Kinder kann man in ganz alltäglichen Situationen immer und überall einladen, Lesespiele durchzuführen: Speisekarten entziffern, Straßenschilder ablesen, beim Einkaufen Aufdrucke auf Verpackungen schmökern. Ganz wichtig dabei ist es, keinen Druck auszuüben, sondern das Ganze spielerisch zu gestalten.

 

Tipps zur digitalen Leseförderung?

Meine ganz persönlich Meinung: Nachweislich lernen Kinder besser lesen mit echten Büchern – also Papier in der Hand. Gerade in der Phase, in der man Leselust wecken will, sollte man deshalb nicht auf digitale Lernstrategien setzen.

Wie sich Kinder fürs Lesen begeistern lassen und was Eltern dazu genau tun sollen, kann man in meinen praxiserprobten Ratgeber nachlesen:

 

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