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Barbara Rath / der Film:

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Gratis-Hörbuch

[nicht nur] zu Ostern

 

rabbit-hintergrund

23 Minuten Hörspaß für Menschen ab 5

Samstag, 2. April 2016 - 08:10 Uhr

Erzählen führt zur Leselust

Am Anfang war das Wort - und es wurde erzählt...

Mit Geschichten werden Kinder groß.

Unterwegs lässt sich wunderbar erzählen. Zum Beispiel, wenn man in den Osterferien verreist. Im Auto muss nicht notwendigerweise auf langen Fahrten die Berieselung vom rear seat entertainment kommen und die kindliche Aufmerksamkeit absorbieren. Unterwegs im PKW, im Bus oder in der Bahn kann sich jeder als Geschichtenerzähler erproben. Die Stichworte kommen oft von außen: Was an den Fenstern vorbeizieht, kann als Anknüpfungspunkt für die Erzählung dienen. Interessante Berichte der Eltern oder Großeltern aus der eigenen Kindheit sind für den Nachwuchs immer spannend, aber auch Sagen, die sich vielleicht auf die  Landschaften beziehen, die man gerade durchquert. Erzählungen spinnen, die jene Dinge aufgreifen, die man unterwegs sieht - das kann eine lange Reise ausgesprochen kurzweilig gestalten.

Aus einer gelungenen Erzählung wächst auch die Lust aufs Lesen: Denn wenn keiner Zeit zum Erzählen hat, übernimmt das Buch die Rolle des Berichterstatters und der Leser wird zum "Selbstversorger", was die Geschichten angeht. So gesehen steht auch spannendes Erzählen oft & gern am Beginn aufkeimender Leselust.

 

 


Tags: Leseförderung 

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Freitag, 1. April 2016 - 20:53 Uhr

Mit Heile-Heile-Geschichten Leseratten ködern

Nebenwirkungsfrei helfen mit Geschichten

Das Internet Satire-Magazin Postillion titelte einmal:

"Millionen Kinder falsch behandelt: "Heile, heile Segen" vollkommen wirkungslos"

Ich gebe zu - angesichts eines offenen Bruchs kommen Kinderreime wirklich schwach daber - aber grundsätzlich helfen sie doch. Genauso wie die vielen Geschichten übers Kranksein und wieder Heilwerden helfen, indem sie Zeit überbrücken, ein Lächeln schenken, ablenken, Mut machen. Vorlesen an Krankenbetten hat immer Konjunktur, egal wie groß der Patient ist. Ich bin sicher: Heile-heile  Geschichten haben sogar einen ganz besonderen Wert! Neben der akuten Linderung vermitteln sie auch die grundsätzliche Erfahrung, dass Literatur in Krisen Zuflucht bieten kann - wichtig, wenn man aus einem Kind eine Leseratte machen möchte.


Tags: Leseförderung 

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Freitag, 1. April 2016 - 07:10 Uhr

Unfug-Geschichten

Völlig abgefahrene Geschichten - nicht nur zum ersten April

Wenn Kinder beginnen, Erzähltes nicht mehr nur aufzusaugen, ohne es zu werten, sondern durchaus reagieren, wenn sie etwas in einer Geschichte entdecken, das sie als falsch einstufen, kann man sie auch mit Unfuggeschichten unterhalten. Die meisten Kinder lieben es, wenn sie dann laut & lachend "Nein, das stimmt ja gar nicht!" rufen können. Schließlich haben Erwachsene sonst "immer" Recht - da macht es Kindern Spaß, einmal dazwischenfunken zu dürfen.

Als der Osterhase frühmorgens bei hellschwarzem Sonnendunkel zur Arbeit flog, knatterten seine Ohren wie Propeller, wenn sie sich blitzschnell über seinem Kopf drehten. Bei der Landung neben dem Vulkan, in dem alle Osterhasen ihre Ostereier kochen, drehten sie sich nur noch langsam und das grüne Fell darauf glättete sich wieder. Der Osterhase freute sich und weinte glücklich, als er sah, dass alle Osterhähne ganz früh zur Arbeit gekommen waren: Die ersten hatten sogar schon ein paar viereckige Eier gelegt. Der Hase musste sie nur noch zusammenfegen, in den eiskalten Vulkan werfen, dort kochen lassen, bis sie ganz weich waren und anschließend scheußlich anmalen ...

Eine verkehrte Welt wirkt eben auch spannend. [Nebenbei: Wer hat nicht gern bisweilen Recht und sagt das auch laut...?] Außerdem fordert blanker Unsinn Kinder dazu heraus, das Gehörte zu beurteilen. Damit ist ein wichtiger Grundstein gelegt, um einen späteren kritischen Leser heranzuziehen.

Der erste April bietet eine schöne Gelegenheit, um einmal eine herrliche Unfuggeschichte zu erzählen. Am besten, die Kinder, die alt genug sind, liefern selbst ein paar Bausteine dazu...

 


Tags: Leseförderung 

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Donnerstag, 31. März 2016 - 07:04 Uhr

Was mir zum Thema Bücher einfällt - 5

Über sich hinauswachsen

Mit Büchern kann ich aus der Haut fahren.

Kann jemand anderer werden.

Kann über mich hinauswachsen.

Bücher machen Menschen groß.


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Mittwoch, 30. März 2016 - 07:32 Uhr

Die Gute-Nacht-Geschichte

Abends nicht zu viel Aufregung, nicht zu wenig

Die regelmäßig erzählte oder vorgelesene Gute-Nacht-Geschichte sollte zu jeder Kindheit gehören - und in der Rückschau schöne Erinnerungen bereithalten.

Diese Phase nach einem Tag voller Eindrücke, kurz bevor das Bewusstsein in den Schlaf sackt und dem Unterbewusstsein bzw. dem Reich der Träume das Feld räumt, ist nicht nur für Kinder eine wunderbare Zeit zum Lesen: Genau dann ist es am leichtesten, der Phantasie Flügel zu verleihen, Ritter zu sein oder Fee, Drache oder Gartenzwerg...

Zu aufregend darf es nicht werden, sonst kann niemand nach einer allzu nervenzerreißenden Geschichte einschlafen. Aber der Reiz wie in 1001 Nacht, der am nächsten Abend neugierig fragen lässt "Und? Wie geht es weiter?", sollte schon gesetzt werden. Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Regeln lassen sich hier kaum aufstellen, denn jedes Kind ist anders - und je nach Alter der kleinen Zuhörer variiert dann die kritische Dosis noch einmal. Alos, liebe Vorleser: Spannung behutsam dosieren.

 


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Dienstag, 29. März 2016 - 07:31 Uhr

Lese-Zeit

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Lesen?

Immer.

Selbstverständlich muss die Antwort eines echten Bücherfans so lauten. In Bezug auf das Lesen mit Kindern kann man bei der Frage nach der "richtigen Zeit" für das Vorlesen unterschiedliche Aspekte nennen: Natürlich lässt sich ein Ritual daraus machen, wann / wie / wo - teilweise sogar was! - gelesen wird. Grundsätzlich gilt: Zum Lesen ist fast immer der richtige Zeitpunkt. Vielleicht nicht gerade morgens vor dem Zähneputzen oder wenn Kinder zu müde sind, um aufnahmefähig zu bleiben...

Geschichten taugen als Pausenfüller, als Wartezimmererträglichmacher, als Ablenker, wenn es wehtut, als Tröster, Inspirierer, zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls, zum Kennenlernen, zum Erklären, um Verständnis zu wecken, um Mut zu machen oder Traurigkeit zu nehmen - aber vor allem auch völlig zweckfrei und unpädagogisch: zur Unterhaltung. [In jeder Art von Geschichte einen erhobenen, weil belehrenden Zeigefinger zu verstecken, wirkt sich irgendwann sicher dämpfend aufs Lesevergnügen aus. Ausschließlich zu lesen, um ein bestimmtes Ziel damit zu erreichen, wird Kindern letztlich die Lust an Literatur vergällen.]

 

Wichtig beim Vorlesen: so viel mit Kindern lesen, dass es zur Gewohnheit wird, ohne die Kinder ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht auskommen, weil sie gelernt haben, Geschichten zu lieben. Die einzige Sucht, die wir Eltern anerziehen sollten, ist die nach dem geschriebenen Wort. Wenn eine tiefe Sehnsucht in der Kinderseele entsteht, über das Hier & Jetzt hinauszuschauen, dann haben wir sie für die Bücherwelt gewonnen. Feste Lesezeiten - wobei sich die Gute-Nacht-Geschichte immer wieder als äußerst praktikabel anbietet, weil sie sich bestens in den Tageablauf einbauen lässt, da Kinder immer irgendwann zu Bett gehen - helfen dabei, Büchern einen festen Platz im Leben der Kinder zu verschaffen.

 


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Montag, 28. März 2016 - 07:53 Uhr

Witzige Passagen aus meiner Fanpost - 13

Aus einem Brief, der sich auf den Titel "Wenn der Osterhase bellt" bezog:

Woher wissen Sie so viel über Osterhasen? Haben Sie schon mal einen gefangen? Ist das überhaupt erlaubt?


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