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Barbara Rath / der Film:

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Gratis-Hörbuch

[nicht nur] zu Ostern

 

rabbit-hintergrund

23 Minuten Hörspaß für Menschen ab 5

Sonntag, 20. März 2016 - 08:11 Uhr

Witzige Passagen aus meiner Fanpost - 11

Sagen Sie doch mal ehrlich: Zwingt Sie jemand, so viel zu schreiben und zu lesen...?


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Samstag, 19. März 2016 - 07:08 Uhr

Was mir zum Thema Bücher einfällt - 2

Warum mich die Pressemitteilungen von Buchmessen regelmäßig wütend machen

Jetzt kommt wieder eine - eine Buchmesse. Egal, ob Leipzig oder Frankfurt ansteht: Es wird im Vorfeld viel darüber geredet und geschrieben. Und gelogen.

Vertreter der unterschiedlichsten Fraktionen, die mit Büchern & Messen zu tun haben, gefallen sich bei dieser Vorberichterstattung immer wieder darin zu betonen, wie unerhört wichtig die Messen für Verlage sind, um Kontakt zu Autoren bzw. Illustratoren aufzunehmen. Dass mit diesen Aussagen bedrucktes Papier sich nicht angesichts der Lüge widerwillig wellt und die Mikrofone, denen man Solches anvertraut, nicht schamrot anlaufen...!

Wer je als Autor oder Illustrator ohne im Vorfeld abgesprochenen Termin Kontakt mit der Verlagswelt suchend über eine Buchmesse gepilgert ist, kann detaillierte Studien darüber machen, welche Strategien Verlagsmitarbeiter entwickeln, um nur ja nicht angesprochen zu werden. [Vielleicht lässt sich dergleichen ja einmal nutzbringend, weil arg authentisch, in einem Roman verwursten? Das wäre immerhin etwas.] Die Erfahrung, zu einer Art Persona non grata mutiert zu sein, ohne dass man sich einer Untat bewusst wäre, ist gelinde gesagt unangenehm: ohne einen gewissen Bekanntheitsstatus (sechsstellige Auflagenstärke oder die heiße Luft des Teams der Spiegel-Bestsellerliste im Rücken) ermöglicht einem die Kontaktsuche als kleiner Autor / Illustrator auf einer Buchmesse das etwas surrealistische Erlebnis, zwischen Unsichtbarkeit und Offensichtlichkeit quasi übergangslos hin und her springen zu können: Am Catering Stand heißt es ganz normal "Was wünschen Sie?" und nebenan am Verlagsstand geht mein freundlicher Gruß an mehreren Mitarbeitern vorbei, wie eine Rakete, die im falschen Winkel in die Erdatmosphäre getaucht ist, abprallt und am Planeten vorüberschießt. Die Damen und Herren drehen sich elegant wie Vögel im Schwarm, die Kollisionen vermeiden wollen, weg, müssen gerade dringend ihr Smartphone konsultieren, etwas abheften, einen Stapel Informationsmaterial glätten, vergraben die Nase im Taschentuch ... Oder ich bekomme kurz und knapp die Ansage, das Verlagsprogramm stehe bis zum Jahr 2525, man habe feste Vertragsautoren (oder Illustratoren) bzw. ich möge doch schriftlich meine Unterlagen beim Lektorat einreichen. Dazu sei an dieser Stelle bemerkt, dass immer mehr Verlage noch nicht einmal mehr das Standardschreiben durch ihre Praktikanten verschicken lassen, das sich für das Vertrauen (?!)  im Zusammenhang mit der Einsendung bedankt und die Ablehnung als nicht wertend bezeichnet. (Ja was denn sonst?) Eine Manuskripteinreichung geht inzwischen mehrheitlich ins Leere, in ein flegelhaftes Schweigen angeblich kulturschaffender, kulturschützender, kulturstützender Institutionen hinein. Wenn das kein Fortschritt ist…?

Gewiss ist, dass die Verlagswelt eine Menge effektiver Abwehrstrategien entwickelt hat, um bloß nicht von jenen (zugegebenermaßen vielen) produktiven Menschen, die sich Autoren oder Illustratoren nennen, belästigt zu werden, wenn die schriftlich, per Mail oder eben auf Buchmessen versuchen, eine Plattform für ihre kreativen Ergüsse zu finden.

Buchmessen und Verlage mögen über sich alles Mögliche behaupten - aber bitte nicht, sie nähmen an Messeveranstaltungen teil, um neue Kontakte aufzunehmen...


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Freitag, 18. März 2016 - 07:52 Uhr

Stimmungsvoll lesen - 5

Keine passenden Accessoires beim Lesen zur Hand? Kein Problem!

Sie möchten beim Vorlesen die einzelnen Rollen gegeneinander absetzen, aber Ihnen fehlen die passenden Accessoires? Das Märchen Rotkäppchen soll beim Lesen ein wenig in Szene gesetzt werden, doch es findet sich kein Plüschwolf, keine rote Kappe, kein grüner Jägerhut im ganzen Haus? Egal...

Kinder sind wirklich gut darin, zu abstrahieren. Die brauchen keinen hohen Grad an Übereinstimmung zwischen Requisit und dem daran gekoppelten Charakter. Die verwendeten Gegenstände, die Sie beim Lesen hochhalten, um beispielsweise zu zeigen: "Jetzt spricht der Wolf", müssen nicht einmal wirklich gut zu dem Protagonisten passen, auf den sie sich beziehen - indem sie eindeutig zugeordnet sind, haben sie trotzdem eine ausreichend starke Signalwirkung. Versuchen Sie es einmal nur mit Farbtafeln:

  • Rotkäppchen
  • Wolf
  • Jäger
  • Großmutter
  • Mutter

Völlig abstrakt appellieren die Farbkarten an die Phantasie der zuhörenden Kinder - und Lesen wird noch anregender.

Sie können auch aus ein paar Legosteinen oder Duplo Figuren bauen - es klappt wirklich auch damit, selbst, wenn am Ende dabei Gestalten entstehen, die nach sehr, sehr moderner Kunst aussehen.... :-)

 

 



Tags: Leseförderung 

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Donnerstag, 17. März 2016 - 07:15 Uhr

Stimmungsvoll lesen - 4

Was tun, wenn es mit den unterschiedlichen Stimmen beim Vorlesen nicht klappt?

Nicht jedem liegt es, seine Stimme zu verstellen bzw. sie so zu verändern, dass der Eindruck entsteht: Da sprechen verschiedene Personen. Nicht verzweifeln - auch dann gibt es die Möglichkeit, ganz deutliche Signale zu setzen, wenn der Sprecher in der Geschichte wechselt, die man gerade vorträgt. Nur sind diese Signale nicht akustischer, sondern optischer Natur; man hört sie nicht - man sieht sie.

Zum Beispiel: Sie lesen das Märchen "Rotkäppchen" oder tragen es vor. Fünf Protagonisten treten darin auf: die Mutter, die Großmutter, der Jäger, Rotkäppchen und der Wolf. Es reicht völlig, die beiden Rollen von Rotkäppchen und dem Wolf mit Requisiten oder einem charakteristischen Gesichtsausdruck zu koppeln, aber wer es ganz besonders gut machen will, kann auch der Mutter, der Großmutter und dem Jäger bestimmte Gegenstände oder eine besondere Mimik zuordnen:

  • Rotkäppchen: Korb / rote Kappe - kindlich-zutraulich lächelnd
  • Wolf: Pappmaske mit Wolfsgesicht - grimmig, böse, verschlagen, finster gerunzelte Augenbrauen
  • Jäger: Jägerhut (kann auch aus Zeitungspapier gefaltet sein) vielleicht mit Feder - Gesichtsausdruck vertraueneinflößend / Typ netter Dorfpolizist
  • Großmutter: Kopftuch / Brille - kann ein bisschen zittrig nicken, wie ältere Leute das oft tun
  • Mutter: keine besonderen Kennzeichen - Mütter sind auch Menschen :-)

Eine andere Möglichkeit, Unterschiede sichtbar zu machen, besteht darin, den PC anzuwerfen, sich fünf Bilder auszusuchen, die zu den Charakteren passen, sie auszudrucken und hochzuhalten, während man deren  Text spricht. (Kinder können sich hier gut aktiv beteiligen, indem sie Bilder selbst malen oder Vorlagen ausschneiden bzw. ausmalen.) Dass diese Papiergestalten bald unwillkürlich beginnen, sich zu bewegen, beispielsweise im Takt der Worte zu nicken, stellt den fließenden Übergang zum Puppenspiel dar.

Für Kinder jedenfalls sind diese kleinen Accessoires nicht zwingend notwendig, um ein gutes Leseerlebnis zu genießen, aber sie können es gelegentlich sehr bereichern. Muss ja nicht immer sein…


Tags: Leseförderung 

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Mittwoch, 16. März 2016 - 07:24 Uhr

Witzige Passagen aus meiner Fanpost - 10

Wer meckert eigentlich, wenn Sie sich mal verschreiben?


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Dienstag, 15. März 2016 - 08:06 Uhr

Stimmungsvoll lesen - 3

Sich zum Vorlesen professionell vorbereiten

Wer wirklich professionell Texte vorlesen will, hat für jeden in einer Geschichte auftretenden Charakter eine eigene Stimme parat. Um sich nicht zu überfordern, beginnt man vernünftigerweise mit einem Text, der nur zwei, maximal drei sprechende Protagonisten enthält. Farbige Textmarker können helfen, damit beim Lesen nichts schiefgeht.

Weil niemand gern in seinen Büchern malt, einfach die digitale Ausrüstung daheim nutzen:

  • Texte scannen oder abfotografieren
  • ausdrucken
  • mit Farben jeden Sprecher im Text unverwechselbar bunt markieren
  • kleine Eselsbrücken helfen bei einer längeren Liste von Darstellern, indem man beispielsweise beim Froschkönig den Text der Prinzessin rosa, den des Königs golden und den des Frosches grün unterlegt...

 


Tags: Leseförderung 

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Montag, 14. März 2016 - 07:58 Uhr

Was mir zum Thema Bücher einfällt - 1

Buch = Notausgang

Bücher sind wie ein Notausgang. Wenn der Tag einmal hart war: Buchdeckel auf, reinspringen in die Handlung, abtauchen und alles hinter sich lassen. Das tut einfach gut...


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