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[nicht nur] zu Ostern

 

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23 Minuten Hörspaß für Menschen ab 5

Sonntag, 20. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 21

Lesen lernt man nur durch Lesen - Lesungen halten nur durch Lesungen halten

 

Viele Autorenforen, viele Blogs und Verlagsseiten geben Tipps und bieten Checklisten zum Thema: "Wie hält man eine Autorenlesung?"

Das "Wie" ist dabei [abgesehen natürlich von Formalien, die immer einzuhalten sind] eine arg individuelle Sache - deshalb mag als Faustregel gelten, dass die Kernfrage ein wenig anders formuliert werden sollte: Wie halte ICH eine Autorenlesung?

 

Meine Erfahrung mit Lesungen sagt mir: Alles, was letztlich nicht authentisch ist, das, was nicht dem Autor entspricht, taugt wenig zum Vortrag vor Publikum. Wenn nun einmal der typpspezifische Stil ruppig ist - dann muss man herausfinden, ob das Publikum ihn wohl erträgt, gar mag oder sogar feiert... Jeder Autor muss seinen eigenen Stil suchen, entwickeln, sich bewusst machen und weiter entwickeln...

 

Autorenlesungen halten - das bedeutet nicht, ein fertiges Produkt abzuliefern, sondern jede einzelne Veranstaltung ist Teil eines Prozesses. Ein gutes Training kann übrigens darin bestehen, die Extremform der Autorenlesung zu besuchen oder gar aktiv daran teilzunehmen: einfach mal zu einem Poetry Slam gehen.

 

Nur Mut! Das macht Spaß. Meistens wenigstens... 

 

 

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Tags: Ratgeber Autorenlesungen Lesungen Leseförderung Autorenlesung 

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Freitag, 18. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 21

Wie organisiert man eine Lesereise?

 

Die kürzestmögliche, aber ehrliche Antwort lautet: mühsam.

Wenn eine Agentur oder [Gott sei es gelobt, getrommelt und gepfiffen] sogar die Marketingabteilung des Verlages, so man einen hat, das übernimmt: großartig!

Für das Mittelfeld der Autoren gilt einmal wieder: sich selbst ans Werk machen.

 

Als Ausgangspunkt für eine Lesereise [also mehrere Lesungstermine in Folge und womöglich mit Übernachtung] kann gut eine Anfrage dienen mit einem Veranstaltungsort nicht vor der eigenen Haustür.

Mit den Veranstaltern dort kann man den Schritt Null bei der Planung einer Lesereise tun: Man fragt bei ihnen an, ob sie mit einer befreundeten/bekannten/naheliegenden Institution die Reisekosten teilen möchten, indem sie sich bei dieser erkundigen, ob dort ebenfalls eine Lesung stattfinden kann. Die Aussicht auf Einsparungen auf der Kostenseite für den Veranstalter motiviert oft enorm! Lautet die Antwort "Ja, da ist eine zweite Institution in unserer Nachbarschaft ganz wild auf eine Lesung", dann ist alles klar und die Lesereise hat schon zwei Stationen!

Lautet die Antwort "Nein", können Autoren selbst aktiv werden und im lokalen Umfeld des Veranstaltungsortes nach weiteren Möglichkeiten suchen, sich und ihre Bücher vorzustellen. Relativ leicht geht das z.B. bei Buchhandelsketten. Bitte ansonsten beachten, dass es bei zwei Veranstaltungen in unmittelbarer Nähe  von einander keine Interessenskonflikte gibt: nie zwei Lesungen in 2 unabhängigen Buchläden veranstalten, die in 1 Stadt liegen! Wer allerdings eine Lesung mit einer Buchhandlung vereinbart, die nächste in einer Schule oder als Gast bei einem Kulturverein, geht kein Risiko hinsichtlich eines Interessenskonfliktes ein.

 

Übrigens: Wer seine Lesereise hinsichtlich der Kostenseite so attraktiv wie möglich für Veranstalter machen möchte, was nichts anderes heißt als preiswert, tut gut daran, dort zu lesen, wo Freunde oder Verwandte wohnen, bei denen man eine Nacht unterkommen kann: So spart man eine Menge Hotelkosten.

 

 

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Mittwoch, 16. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 19

Pressearbeit für Autoren

 

Autoren, die nicht für sich selbst werben können, gehen heutzutage im Literaturbetrieb unter. So einfach ist das.

 

Es ist also weder unangemessen noch unbescheiden, beim Veranstalter einer Lesung im Vorfeld anzufragen, ob und wenn ja, welche Medienarbeit geplant ist. Große Namen im Autorenheer müssen sich da weniger Sorgen machen - bei dem breiten Mittelfeld in der Schriftstellergilde ist hier Engagement gefragt. Schließlich bedeutet jeder Zeitungsartikel oder gar ein Radiobeitrag positive Werbung, evtl. mehr Buchverkäufe und vielleicht die Buchung der nächsten Lesung. Also nachfragen: wer kümmert sich bei einer Lesung um welche Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit? Wenn auf Seiten des Veranstalters niemand zuständig ist bzw. aktiv wird: selber handeln!

  • Herausfinden, wie die wichtigen Zeitungen vor Ort heißen, anschreiben und auf den Termin aufmerksam machen; die Mail ggf. schon aufpeppen mit eigenem Infomaterial wie einem Flyer o.ä.
  • Wenn ein Reporter zur Lesung kommt, Material für diesen im Sinne einer kleinen Pressemappe bereithalten: Flyer, Biografie, Bibliografie, Poster, Freiexemplar des Titels, aus dem gelesen wird - vielleicht wird der ja an die Kulturredaktion weitergereicht und dort besprochen?! So eine Presssemappe wirkt professionell - und verhindert im Ernstfall, dass der eigene Name falsch geschrieben wird...
  • Falls kein Pressemensch erscheint: selbst eine Pressemitteilung verfassen, in der das Wer / Wann / Was / Wo / Wie zur Lesung knapp geschildert wird

Achtung beim Anfertigen von Foto- bzw. Filmmaterial wegen ggf. verletzter Persönlichkeitsrechte! Es kann sehr teuer werden, wenn Eltern, die einer Schule keine Einverständniserklärung erteilt haben, Bilder ihres Kindes zu publizieren, ihren Nachwuchs plötzlich in der Zeitung oder im www im Zusammenhang mit der Berichterstattung von einer Autorenlesung entdecken! Wenn die Presse so ein Bild publiziert: ihr Problem. Autoren sollten hier sehr umsichtig vorgehen. Gerade, wenn Minderjährige auf Bildern erscheinen, ist Vorsicht geboten. Auf jeden Fall nur Gruppenbilder anfertigen und beim Veranstalter, aber vor allem in Schulen nachfragen, wie der Umgang mit Bildmaterial gehandhabt wird. [In vielen Schulen sind Gruppenbilder erlaubt.] 

Am besten, man nimmt zu Lesungen einmal einen begabten Fotografen aus dem eigenen Freundeskreis mit oder händigt eine leistungsfähige Kamera einem Erwachsenen vor Ort aus mit der Bitte, ein paar Fotos von einer Lesung OHNE deren jugendliche Gäste zu schießen - so kann man als Autor an unverfängliches Bildmaterial für Presse und Internetauftritt kommen. Verpixeln von Gesichtern stellt eine weitere Möglichkeit dar, Bilder verwenden zu können - aber schön wirken diese mit dem sog. "Pornobalken" versehenen Fotos nicht....

Bei größeren Lesungen, die von Volljährigen besucht werden, reicht es, gut sichtbare Plakate aufzuhängen oder eine Aufschrift auf die Eintrittskarten zu drucken, die besagt, dass im Rahmen der Lesung Fotos und/oder Filmaufnahmen gemacht und veröffentlicht werden und dass die Besucher der Veranstaltung sich durch ihre Anwesenheit beim Event automatisch damit einverstanden erklären, dass diese publiziert werden dürfen. Um jeden Ärger zu vermeiden, sollte trotzdem auf solche Fotos und Filmausschnitte verzichtet werden, die einzelne Gäste sehr deutlich herausstellen.

 

 

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Montag, 14. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 18

Wie Autoren ihre Lesungsveranstaltung aufwerten können

 

Höflichkeit und Pünktlichkeit sind wichtige Merkmale eines respektvollen Umgangs miteinander; wer schreibt und u.a. deshalb als kultiviert im weitesten Sinne angesehen werden darf, sollte unbedingt höflich und pünktlich agieren - gegenüber seinem Gastgeber bei einer Lesungsveranstaltung sowie auch gegenüber deren Besuchern. Bei diesen beiden Attributen handelt es sich jedoch um das absolute Minimum, um als Autor einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Weitere Pluspunkte lassen sich folgendermaßen sammeln, werden vielleicht kommuniziert und sorgen dafür, dass die nächste Einladung zu einer Lesung bald kommt:

  • strukturiert und organisiert arbeiten - wer vor der Lesung noch 3 x nachfragen muss, wie die genaue Adresse des Veranstaltungsortes lautet, sammelt fette Minuspunkte. Deshalb vom ersten Kontakt an - egal, ob der per Post, Email oder telefonisch stattfindet - eine kleine Akte zum Vorgang anlegen und alle, wirklich alle Informationen zum Vorgang dort gemeinsam archivieren. Um unnötige Nachfragen zu vermeiden, sollten sich Autoren ein Musterformular entwerfen, auf dem je ein Feld existiert für alle Fragen, die im Zusammenhang mit einer Lesung geklärt werden sollten - z. B.
    • Anfrage vom/Datum eintragen:
    • Verbindliche Buchung vom /Datum eintragen:
    • Anfrage durch/Namen eintragen:
    • Welche Einrichtung/Namen eintragen:
    • Kontakt - Telefon Privat:              Telefon dienstlich:                                        
    • Emailadresse:
    • Adresse Veranstaltungsort:
    • ggf. Adresse Hotel:
    • Besonderheiten Anfahrt:     
    • Datum der Veranstaltung:
    • Uhrzeit der Veranstaltung: von    Uhr bis    Uhr
    • Thema der Veranstaltung/Lesen aus:
    • Zahl der Lesungen:
    • Buchverkauf durch:
    • Vorbestellung von Büchern?
    • Anreise per Auto:
    • Anreise per Bahn:      
    • Reisekosten in Höhe von:                   
    • Autorenvertrag abgeschlossen?
    • Bemerkungen:

Übrigens: Wer eine Lesungsagentur für sich arbeiten lässt, kann sich in der Regel darauf verlassen, dass die all diese Fragen um die Organisation einer Veranstaltung hinreichend klärt.

  • Werbemittel, wenn vorhanden, unbedingt schon auf der Homepage bzw. beim ersten Kontakt anbieten: Poster, Lesezeichen, Freiexemplare (beispielsweise als Geschenk für die einladende Person oder Institution) ankündigen, um auf alles im Vorfeld hinzuweisen, was man als Autor über die reine Lesung hinaus zu bieten hat
  • Sich erkundigen, in welchem Kontext die Lesung stehen soll. Das kann bedeuten...
    • bei Schulen: anfragen, ob sich die Lesung auf Unterrichtsstoff bezieht, wenn ja wie bzw. auf welche Unterrichtseinheit genau und für Anknüpfungspunkte während der Veranstaltung sorgen
    • bei Institutionen wie Vereinen, Kulturträgern etc.: anfragen, ob die Veranstaltung zu einer Reihe gehört bzw. welche Ziele die Gastgeber damit verfolgen und während der Lesung in diesem Sinne Bezüge herstellen

 

 

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