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Gratis-Hörbuch

[nicht nur] zu Ostern

 

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23 Minuten Hörspaß für Menschen ab 5

Sonntag, 30. Oktober 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 10

Buchverkauf & Autorenlesung

 

Eine Lesung kann verschiedene Ziele verfolgen:

  • Für Autoren geht es dabei um die direkte Begegnung mit ihren Lesern und den Austausch mit ihnen, aber meist auch darum, ihre Titel zu verkaufen.
  • Buchverkauf ist natürlich ebenfalls im Interesse von Buchhandlungen, wenn sie eine Lesung veranstalten - schließlich müssen sie in diesem Zusammenhang nicht unerhebliche Kosten tragen, die es wieder hereinzuwirtschaften gilt.
  • Kulturelle Träger, die Lesungen veranstalten, sind auch daran interessiert, dass die darin vorgestellten Bücher an Mann & Frau kommen - weil sie die Auseinandersetzung mit einem bestimmten Themengebiet fördern möchten oder schlicht und einfach: das Lesen.

Kurz und gut: Zur Lesung gehört praktisch immer auch ein Buchverkauf. Buchhandlungen braucht man diesbezüglich nichts zu raten - das ist schließlich deren Kerngeschäft.

Stammt ein Träger einer Lesung aus der Kulturlandschaft, empfiehlt sich die Kooperation mit einer lokalen Buchhandlung - vielleicht kann man die für das exklusive Recht zum Verkauf auch an den Kosten beteiligen, um die Finanzierung der Lesung zu gewährleisten.

In Schulen sollten Autoren ggf. im Vorfeld oder nach der Lesung einen Buchverkauf selbst oder in Zusammenarbeit mit einer Buchhandlung vor Ort organisieren: eine Bestellliste mit Titeln und Preisen rechtzeitig vorlegen, denn im Rahmen der Lesung bleibt oft keine Zeit, um "Geschäfte" zu tätigen. Für einen solchen Verkauf und das Signieren der Bücher unbedingt im Zeitplan für einen Lesungstag an einer Schule Zeitfenster einplanen, wenn Schriftstseller ihre Titel selber verkaufen.

 

Achtung: Bevor Veranstalter einer Lesung den Buchverkauf selbst in die Hand nehmen oder an eine Buchhandlung delegieren, sollten sie unbedingt einmal bei den eingeladenen Autoren nachfragen, ob diese selbst Bücher zum Verkaufen & zum Signieren mitbringen möchten! In vielen Autorenverträgen befinden sich Klauseln, die besagen, dass die Autoren ihre eigenen Werke zu Vorzugspreisen bei ihrem Verlag erhalten und weiterverkaufen dürfen - so kommt den Schriftstellern das Geld zugute, das sonst als sog. Buchhandelsrabatt an einen Buchhändler ginge und stellt ggf. einen wichtigen Beitrag zu ihrem Einkommen dar.

 

 

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Tags: Lesungen Leseförderung Autorenlesung Ratgeber Autorenlesungen 

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Freitag, 28. Oktober 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 9

Der Erfolg einer Lesung hängt u. a vom Ambiente ab

 

Damit eine Autorenlesung den Besuchern / Teilnehmern in guter Erinnerung bleibt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass das Ambiente stimmt. Um zu entscheiden, was in einem Veranstaltungsraum möglich & nötig ist, ist es zunächst sinnvoll, zwischen zwei Typen von Lesungen zu unterscheiden:

  • Veranstaltungen in Schulen für Kinder und Jugendliche bzw. mit ihnen

  • Veranstaltungen in Buchhandlungen oder kulturellen Einrichtungen wie Theatern oder Bibliotheken, die sich eher an ein erwachsenes Publikum richten

Was gibt es bei Lesungen in Buchhandlungen und [anderen] Kultureinrichtungen zu beachten?

Um es gleich vorneweg zu sagen: Im Gegensatz zu den Lesungen an Schulen können Autoren in Buchhandlungen und Kultureinrichtungen einigermaßen sicher sein, dass alle Anwesenden freiwillig gekommen sind und dass es dementsprechend keine Disziplinprobleme gibt...

  • Viele Fragen zu einer Autorenlesung mit kulturellem Anspruch können bereits im Rahmen eines Lesungsvertrages geklärt werden: z.B.
  • Maximale Belegung der Location
  • Höhe des Eintritts
  • Werbemaßnahmen/Pressearbeit
  • Fragen zur vorhandenen bzw. benötigten Technik wie Projektionsmöglichkeiten oder Mikrofonanlagen

Ansonsten wäre es wichtig, diese Punkte allesamt mit dem Veranstalter rechtzeitig vor dem Termin zu besprechen. Weiterhiin wichtig:

  • Bitte unbedingt rechtzeitig vor dem Beginn der Veranstaltung die Location in Augenschein nehmen und alle technischen Geräte testen – eine Sprechprobe, sei es nun mit Mikrofon oder ohne, mit einem Testhörer ist dabei wichtig!
  • Soll die Lesung auch schmecken? Ggf. werden bei einer Autorenlesung Speisen und/oder Getränke gereicht. Wenn das Buch, aus dem vorgetragen wird, „Holunderwein“ heißt, ist klar, was es geben wird – ansonsten rechtzeitig mit dem Veranstalter über das Catering sprechen!
  • Autoren sollten sich im Vorfeld einen Zeitplan für die Lesung machen. Ein Beispiel: Begrüßung – lesen von Seite x bis y – Gelegenheit zur Diskussion – ggf. noch eine Leseeinheit – Buchverkauf + signieren. Eine Diskussion kann mit oder ohne Moderation erfolgen. Ob das Gespräch mit Diskussionsleiter durchgeführt wird und wer ggf. dabei moderieren soll, muss ebenfalls im Vorfeld mit dem Veranstalter abgesprochen werden. Wenn die Lesung in irgendeiner Hinsicht überraschend verläuft, kann man den Plan immer noch über den Haufen werfen – einen zu haben gibt auf jeden Fall Sicherheit und gewährleistet, dass die zeitlichen Proportionen der verschiedenen Lesungsbereiche stimmen.

Im vorhergehenden  Blogbeitrag ging es um Lesungen an Schulen.

 

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Tags: Lesungen Ratgeber Autorenlesungen Leseförderung Autorenlesung 

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Donnerstag, 27. Oktober 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 8

Der Erfolg einer Lesung hängt auch vom Ambiente ab

 

Damit eine Autorenlesung den Besuchern / Teilnehmern in guter Erinnerung bleibt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass das Ambiente stimmt. Um zu entscheiden, was in einem Veranstaltungsraum möglich & nötig ist, ist es zunächst sinnvoll, zwischen zwei Typen von Lesungen zu unterscheiden:

  • Veranstaltungen in Schulen für Kinder und Jugendliche bzw. mit ihnen

  • Veranstaltungen in Buchhandlungen oder kulturellen Einrichtungen wie Theatern oder Bibliotheken, die sich eher an ein erwachsenes Publikum richten

Was gibt es bei Lesungen in Schulen zu beachten?

  • WICHTIG: Für die Ruhe im Auditorium sind die Lehrer verantwortlich, nicht die eingeladenen Autoren!

  • Das Sitzen am Boden wird gern von den Gastgebern vorgeschlagen, hat aber den Nachteil, dass Kinder nach kurzer Zeit unweigerlich beginnen, sich herumzulümmeln – darunter leidet die Aufmerksamkeit und der Stups beim Nachbarn führt gern zu Grenzstreitigkeiten. Diskutieren Sie mit dem Veranstalter, ob es keine Alternativen zum Sitzen am Boden gibt. Nicht alle Klassen bringen dafür die nötige Disziplin mit – und der Vortragende muss es ausbaden.

  • Die Kinder sollten im Veranstaltungsraum keine Jacken mit sich führen, ebensowenig Schultaschen oder Sportbeutel – jedes Accessoire, das Kids mit sich führen, stellt [leider] einen potentiellen Unruheherd dar.

  • Die Sitzordnung in Stuhlreihen bitte nach jeder Lesung kurz wieder geraderichten – stehen die Stühle nach dem Verlassen der ersten Schülergruppe kreuz & quer, wird die zweite Gruppe darauf mit Unruhe reagieren – klingt komisch, ist aber so J. Der kleine Eingriff in die Ordnung des Mobiliars, der so unangenehm preußisch klingt, hat eine erstaunlich große beruhigende Wirkung.

  • Unruheherde sofort entschärfen. Schon beim Betreten des Veranstaltungsraumes lässt sich durch aufmerksames Beobachten feststellen, wo die hot spots einer Klasse sich befinden, also jene Personen gehen, die schon nach kurzer Zeit ein enormes Störpotential entfalten können, weil sie den Sitznachbarn nicht unbehelligt lassen. Ein aufmerksamer und guter Lehrer entschärft solche Konstellationen – die vor allem im Grundschulalter problematisch werden können – bevor die Lesung beginnt. Ist das nicht der Fall: Dann kann bzw. sollte der Autor Personen umsetzen. Grundregel: Jungen und Mädchen nicht in den gewohnten Rudeln sitzen lassen, sondern gut mischen; diesbezügliches Meckern tapfer ignorieren und so fesselnd auftreten, dass die verpflanzten Schüler ihren Unmut vergessen, sobald die Lesung beginnt! Im Ernstfall, also bei fortgesetzten Störungen während der Lesung, kann solch ein „Umtopfen“ auch später erfolgen – am besten man setzt den Störenfried neben eine Lehrkraft und bittet diese bei der Gelegenheit doch bitte einzugreifen, sollte das nicht rechtzeitig durch die anwesenden Pädagogen aus eigenem Antrieb geschehen.

  • Lesen und diskutieren wechseln sich idealerweise ab. Ein Autor muss ein feines Gespür dafür entwickeln, wie man eine junge Zuhörerschaft bei der Stange hält und sein Programm entsprechend anpassen. Kinder und Jugendliche einzubeziehen ist ein wichtiges Element bei Autorenlesungen – es wird auch für Schriftsteller bereichernd sein zu hören, wie die jungen Leser Texte wahrnehmen.

  • Die Dauer der Lesung sollte sich nach dem Alter der Zuhörer richten – die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern in Gruppen ist heutzutage bedauerlich kurz – und wird stetig kürzer. 45 Minuten sind für Kindergarten, Vorschule sowie Grundklassen 1 + 2 eine lange Zeit. Für höhere Klassen sollten es nicht mehr als 60 Minuten sein. Wenn zwischen mehreren Veranstaltungen ausreichend Pausenzeiten eingeplant sind und die Kids sich interessiert und engagiert zeigen, kann man als Autor immer noch einen Nachschlag gewähren. Aber Achtung: Nicht übertreiben – eine Klasse besteht aus vielen Individuen. Sobald zu viele davon hinsichtlich der Dauer der Lesung überfordert werden, wird die Gesamtbilanz der Veranstaltung nicht positiv ausfallen – und das will niemand. Also rechtzeitig die Reißleine ziehen!

  • Bei der Wahl des Lesungstermins bedenken: Früh am Morgen sind Schüler fitter - das ist vor allem bei Veranstaltungen mit den unteren Klassen wichtig. Einen frühen Lesungstermin wählen, am besten gleich um 8!
  • Ganz wichtig: Man muss den Schülern ausdrücklich zu Beginn der Lesung mitteilen, dass an diesem Tag die Schulklingel in Bezug auf die Veranstaltung keine Geltung für sie hat – sie werden trotzdem wie Pawlowsche Hunde reagieren, sobald es läutet. Außerdem ist der Magen eines Schülers gut getaktet: Nicht über Pausenzeiten hinweglesen, ohne dass die Schüler vorher gegessen haben – sie werden hungers sterben! Also bitte bei Kollision der Lesezeit mit der Pausenzeit mit den verantwortlichen Lehrern im Vorfeld absprechen, dass das Frühstück vorher eingenommen werden kann. Die Erfahrung zeigt: Hungrige Schüler sind nahezu taub…

Im nächsten Blogbeitrag geht es um eine Lesung im Rahmen des Kulturbetriebes bzw. für erwachsene Gäste.

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Dienstag, 25. Oktober 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 7

Autorenlesung & Vertrag

 

Wer eine Autorenlesung unter Vermittlung einer Agentur bucht, bekommt von dieser Agentur einen Vertrag vorgelegt, in dem alle Details rund um diese Veranstaltung genau festgelegt sind - wenn die Agentur etwas taugt, aber ich bin noch nie über eine Unqualifizierte gestolpert: Der Vertrag befasst sich mit

  • Name, Kontaktdaten und Leistung(en) des Autors
  • Name, Kontaktdaten und ggf. Leistung(en) des Veranstalters
  • Ansprechpartner auf Seiten des Veranstalters
  • Gegenstand der Lesung
  • Termin
  • Dauer bzw. Anzahl der Lesungen
  • Veranstaltungsort und ggf. dessen Ausstattung (Beamer? Leinwand? Mikrofonanlage? usw.)
  • Honorar & dessen Fälligkeit
  • Bankverbindung
  • alles zum Thema Anreise, ggf. Unterbringung sowie Reisekosten
  • evtl. Fragen der Werbung und des Marketings

Ähnlich ist die Sachlage bei größeren Buchhandlungen oder Buchhandelsketten oder bei großen Bibliotheken. Sie verfügen häufig über einen Mustervertrag, der einem Autor vorgelegt wird. Aufmerksam lesen und wenn einem ein Passus nicht gefällt: nachverhandeln!

 

Autoren, die als "Einzelkämpfer" unterwegs sind, können auf Musterverträge im Web zurückgreifen - HIER ein Beispiel - müssen die jedoch so abwandeln, dass sie zu ihrem Veranstaltungstyp und ihren Bedürfnissen passen.

 

Auf die Frage: "Brauche ich wirklich bei der Vereinbarung einer Autorenlesung einen Vertrag?" lautet die Antwort: Nicht zwingend - aber wenn man auf eine vertragliche Regelung verzichtet, muss ein Autor auch damit rechnen, dass in unangenehmer Weise vom Auftraggeber "nachverhandelt" werden kann. Eine vertragliche Vereinbarung bietet Sicherheit für beide Seiten.

 

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