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Barbara Rath / der Film:

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Gratis-Hörbuch

[nicht nur] zu Ostern

 

rabbit-hintergrund

23 Minuten Hörspaß für Menschen ab 5

Sonntag, 24. April 2016 - 07:16 Uhr

Was mir zum Thema Bücher einfällt - 10

Die Gute-Nacht-Geschichte ist ein Muss!

Ich kann noch so spät und müde ins Bett finden: Ohne vorher zu lesen, kann ich nicht einschlafen. Ich denke, das ist so, weil ich, um abschalten zu können, Distanz zu mir und meinem Leben aufnehmen muss. Um ins entspannende Vergessen des Schlafes sinken zu können, darf ich nicht mehr mitten in den Gedanken und Anforderungen meiner Existenz feststecken. Hier loszulassen, dabei hilft mir ein Buch sehr: einfach in ein anderes Leben schauen & hineintauchen - das eigene ist dann nicht mehr so wichtig, die Entspannung kommt. Der Schlaf auch...


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Samstag, 23. April 2016 - 08:27 Uhr

Kinder beim Lesen beteiligen - 2

Schon beim Fingerspiel anfangen

Kinder lieben Fingerspiele! Sie genießen die Berührung an der Hand und die metrischen (rhythmisch gesprochenen) Worte, die die Fingerspiele begleiten: Wie stolz ist ein Kind, das erstmals seine Hand mitdreht, wenn das uralte Fingerspiel mit dem "Fähnlein auf dem Turme", das sich bei "Wind & Sturme" dreht, vorgetragen wird!

Menschen sind soziale Wesen, d. h. sie leben in einer Gruppe - und sind als Kinder absolut auf diese soziale Umgebung angewiesen. Jeder Entwicklungsschritt nach vorn bedeutet: Ein Kind kann selbständig innerhalb der Gruppe etwas mitmachen. Dieses Lernen, diese stetige Bewegung von unten nach oben, vom Kind in Richtung Erwachsenwerden, von ständiger Unterlegenheit und totaler Abhängigkeit auf ein Miteinander auf Augenhöhe zu ist für den Homo sapiens [über-]lebenswichtig. Deshalb sollten sich Eltern in vielen kleinen Schritten darum bemühen, dass ihre Kinder diese Entwicklungsschritte unter ihrem Schutz und unter ihrer Anleitung gehen können. Der für das Weltgeschehen völlig unbedeutende Erfolg eines Kindes beim Fingerspiel ist für dieses Kind im Augenblick des Gelingens eben doch tatsächlich weltbewegend - oder wird zumindest so empfunden.

Fingerspiele sind ein wunderbarer Weg, schon ganz kleinen Kindern das Mitmachen und die Freude am eigenen Lernerfolg - der irgendwann bei ins Lesen münden soll - zu erschließen.


Tags: Leseförderung 

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Freitag, 22. April 2016 - 07:13 Uhr

Kinder beim Lesen beteiligen - 1

Mitmachen weckt wirkliches Interesse

Inter-esse ist ein Wort, dessen Bestandteile direkt aus dem Lateinischen stammen: Inter heißt "dabei, dazwischen"; esse bedeutet "sein". Inter-esse lässt sich also wortwörtlich übersetzen mit "dabei sein".

Dabei sein ist alles...

Nicht umsonst hat sich dieses Sprichwort gebildet: Das Gefühl, dabei zu sein, bedeutet uns Menschen sehr, sehr viel. Auch lange bevor Kinder in der Lage sind, selbst Buchstaben zu lesen, gibt es viele Möglichkeiten & Wege, sie beim gemeinsamen Umgang mit Büchern einzubeziehen. Das weckt wirklich und nachhaltig ihr Interesse: Die Kids machen mit, sind dabei, leisten einen wertvollen Beitrag und entwickeln dadurch Selbstbewusstsein, kommen aus ihrer passiven Rolle als bloßer Zuschauer/Zuhörer heraus.

In den folgenden Beiträgen zur Leseförderung sollen Wege beschrieben werden, wie eine solche Beteiligung ebenso altersgerecht wie interessant gelingen kann...


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Donnerstag, 21. April 2016 - 21:21 Uhr

Blogger schenken Lesefreude

Ich mache mit bei der Aktion der Blogger zum Welttag des Buches

Ich denke, in diesem Jahr verschenke ich eine Autorenlesung bei der Aktion Blogger schenken Lesefreude.
Ich selbst mag Lesungen und den Kontakt mit meinen Lesern sehr!

Egal wie und wer: Auf meiner Homepage können sich unter der Kommentarfunktion oder über mein Kontaktformular Menschen oder Einrichtungen um eine Lesung bewerben. Die liefere ich per Skype frei Haus - ins Klassenzimmer, Wohnzimmer, in einen Gruppenraum, ins Altenheim etc.

Unter allen Bewerbern lose ich den Gewinner aus und setze mich mit ihm in Verbindung. Weil Spaß am Lesen gerade bei Autorenlesungen im Vordergrund steht, denke ich, dass ich mit dem Angebot dem Motto "Blogger schenken Lesefreude" gut gerecht werde.

Viel Glück allen, die sich auf meinem Blog bewerben - und herzlichen Dank den Initiatoren der Aktion für das tolle Forum!


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Donnerstag, 21. April 2016 - 07:57 Uhr

Witzige Passagen aus meiner Fanpost - 18

[aus dem Brief eines Jungen/Klasse 3)

"Spielen Sie eigentlich selbst Fußball, diesen Frauenfußball oder so - ich mein ja nur, weil Sie über Fußball schreiben...?"


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Mittwoch, 20. April 2016 - 07:19 Uhr

Lesen als Familien-Event

Wenn die ganze Familie sich gemeinsam zum Vorlesen trifft

Ich erinnere mich an einen total verregneten Urlaub in den Alpen, als ich etwa 16 war: Es schüttete dermaßen, dass es gefährlich schien, in die Berge zu gehen - also blieben wir in der Ferienwohnung. Aßen und schmökerten. Schmökerten und aßen, mäßig gelangweilt ab dem dritten Tag, der so verging. Dann begann mein Vater bei seiner Lektüre leise vor sich hin zu lachen. Immer wieder, sehr amüsiert. Die Frage "Was liest du da?" drängte sich auf. Die Bitte "Lies doch mal vor!" auch.

Bald saß die ganze Familie (Eltern samt den halbwegs erwachsenen Kindern) beieinander - und es wurde vorgelesen. Ich erinnere mich noch genau, als wie überaus ungewöhnlich ich die Situation damals mit 16 empfunden habe. Und wie angenehm. Es ging uns allen so.  Wir mochten das: zusammenzusitzen und vorzulesen bzw. sich vorlesen zu lassen. Das hatte eine ganz eigentümliche Intimität und bot erstaunlich befriedigende, gute Unterhaltung. Das stellte eine ganz neue Herausforderung für den dar, der mit dem Lesen dran war: sich bemühen, mit Stimme, Mimik & Gestik einen ansprechenden Auftritt hinzulegen. Die Situation fühlte sich völlig anders an als beispielsweise in der Schule...

Versuchen Sie das doch auch mal: mit der ganzen Familie lesen. Muss ja wirklich nicht immer sein - aber gelegentlich käme das sicher gut an. Bei allen Familienmitgliedern...


Tags: Leseförderung 

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Dienstag, 19. April 2016 - 07:18 Uhr

Was mir zum Thema Bücher einfällt - 9

Schöne Bücher gefallen mir

Besonders gestaltete Bücher mag ich: Auffälliger Einband, Lesezeichen, Daumenkino rund um die Seitenzahlen und schöne Bilder auch in sogenannten "Erwachsenen-Büchern" verstärken bei mir definitiv das Lesevergnügen.


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Montag, 18. April 2016 - 08:34 Uhr

Warum Kinder nicht lesen wollen...

Bilder gegen Worte

Der Konflikt Bild gegen Wort ist neurophysiologisch für uns Menschen nicht ganz einfach: Unserer Natur und Entwicklungsgeschichte nach sind wir Augentiere. Die ganze Anatomie unseres Schädels, manchen Theorien zufolge sogar die Entwicklung des aufrechten Gangs, [der letztlich dafür sorgte, dass die Hände nicht mehr zum Laufen benötigt wurden, sondern frei wurden, um begreifen zu können,] kamen zustande, damit wir mit zwei Augen nach vorn, nah & fern scharf, räumlich sowie farbig ausgezeichnet sehen können. Klar, dass Bilder für ein so evoluiertes Lebewesen enorm wichtig sind. Das Sprechen lernte der Mensch in seiner Entwicklungsgeschichte wohl relativ spät. Die Rangfolge steht also durch die menschliche Evolutionsgeschichte fest: Bild ist zunächst für uns wichtiger als Wort.

Deshalb sind Bildeindrücke für einen Homo sapiens so viel reizvoller als Worte; reiz-voller ist hier durchaus auch in einem neurophysiologischen Sinn gemeint: Bei jedem Bild, das wir sehen, geht in unserem Gehirn durch die damit verbundenen Sinnesreize sozusagen die Post ab. Wenn Kinder also mehr am Bildschirm kleben als an Büchern, folgen sie quasi ihren "natürlichen Veranlagungen".

Sorgen wir dafür, dass es nicht so bleibt: Das Wort - und damit die Geschichten, die aus Worten zusammengesetzt sind - ist letztlich mächtiger als das Bild, weil es beliebig weit über die Wirklichkeit hinausgehen kann. Vor allem ist es fähig, das Kopfkino anzukurbeln, in dem eigene Assoziationen zu Bildern werden, zu mächtigen, spannenden, interessanten Bildern, die uns fesseln.

Zeichentrickfilme können sich - besonders, seit der technische Fortschritt Animationsfilme höchster Qualität ermöglicht - ebenfalls inzwischen beliebig weit von der Realität lösen. Trotzdem bleiben sie hinter Worten/Geschichten/Büchern zurück, da sie wenig bis keine Spielräume für die eigene Phantasie bieten.

Kinder für die Macht von Worten und Geschichten zu interessieren, sie spüren lassen, wie unglaublich wichtig, aufregend und interessant die Kommunikation per Wort & Schrift ist - darin liegt eine der zentralen Erziehungsaufgaben für Eltern. Mit Themen und Darstellungsformen (Comic, Star Wars-Saga oder Interaktive Geschichte etc., Werwolf-Story, Briefroman, Indianergeschichte usw.), die wirklich das kindliche Interesse fesseln, gewinnen Eltern den Nachwuchs für das Lesen. 

 


Tags: Leseförderung 

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