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Dienstag, 25. Oktober 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 7

Autorenlesung & Vertrag

 

Wer eine Autorenlesung unter Vermittlung einer Agentur bucht, bekommt von dieser Agentur einen Vertrag vorgelegt, in dem alle Details rund um diese Veranstaltung genau festgelegt sind - wenn die Agentur etwas taugt, aber ich bin noch nie über eine Unqualifizierte gestolpert: Der Vertrag befasst sich mit

  • Name, Kontaktdaten und Leistung(en) des Autors
  • Name, Kontaktdaten und ggf. Leistung(en) des Veranstalters
  • Ansprechpartner auf Seiten des Veranstalters
  • Gegenstand der Lesung
  • Termin
  • Dauer bzw. Anzahl der Lesungen
  • Veranstaltungsort und ggf. dessen Ausstattung (Beamer? Leinwand? Mikrofonanlage? usw.)
  • Honorar & dessen Fälligkeit
  • Bankverbindung
  • alles zum Thema Anreise, ggf. Unterbringung sowie Reisekosten
  • evtl. Fragen der Werbung und des Marketings

Ähnlich ist die Sachlage bei größeren Buchhandlungen oder Buchhandelsketten oder bei großen Bibliotheken. Sie verfügen häufig über einen Mustervertrag, der einem Autor vorgelegt wird. Aufmerksam lesen und wenn einem ein Passus nicht gefällt: nachverhandeln!

 

Autoren, die als "Einzelkämpfer" unterwegs sind, können auf Musterverträge im Web zurückgreifen - HIER ein Beispiel - müssen die jedoch so abwandeln, dass sie zu ihrem Veranstaltungstyp und ihren Bedürfnissen passen.

 

Auf die Frage: "Brauche ich wirklich bei der Vereinbarung einer Autorenlesung einen Vertrag?" lautet die Antwort: Nicht zwingend - aber wenn man auf eine vertragliche Regelung verzichtet, muss ein Autor auch damit rechnen, dass in unangenehmer Weise vom Auftraggeber "nachverhandelt" werden kann. Eine vertragliche Vereinbarung bietet Sicherheit für beide Seiten.

 

podium 

 

 


Tags: Leseförderung Autorenlesung 

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