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Barbara Rath / der Film:

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Gratis-Hörbuch

[nicht nur] zu Ostern

 

rabbit-hintergrund

23 Minuten Hörspaß für Menschen ab 5

Samstag, 25. Februar 2017 - 07:53 Uhr

Autorenlesung mit Sonderangebot

Bitte keine Anfragen zu meinem Autorenlesungs-Sonderangebot (vergl. Blogartikel vom 22.2.2017) mehr für die 17. KW...

 

[Woche nach dem Welttag des Buches am 23.4.!]

 

Da gibt es nur noch winzige Lücken in meinem Kalender ...


Konditionen für Autorenlesungen finden sich auf meiner Homepage HIER.
Einfach mal anfragen, welche Termine noch frei sind...

 

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Tags: Lesungen Leseförderung Autorenlesung 

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Mittwoch, 22. Februar 2017 - 10:53 Uhr

Autorenlesung zu Ostern mit Gratis-Angebot

Zusätzlich zur Lesung gibt´s Lesefutter!

 

Ich möchte zu Ostern ein spezielles Paket anbieten: Lesung + Buchgeschenk

Wer eine Lesung bei & mit mir bucht, bekommt ...


Konditionen für Autorenlesungen finden sich auf meiner Homepage HIER.
Einfach mal anfragen, welche Termine noch frei sind...

 

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Tags: Autorenlesung Lesungen Leseförderung 

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Sonntag, 20. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 21

Lesen lernt man nur durch Lesen - Lesungen halten nur durch Lesungen halten

 

Viele Autorenforen, viele Blogs und Verlagsseiten geben Tipps und bieten Checklisten zum Thema: "Wie hält man eine Autorenlesung?"

Das "Wie" ist dabei [abgesehen natürlich von Formalien, die immer einzuhalten sind] eine arg individuelle Sache - deshalb mag als Faustregel gelten, dass die Kernfrage ein wenig anders formuliert werden sollte: Wie halte ICH eine Autorenlesung?

 

Meine Erfahrung mit Lesungen sagt mir: Alles, was letztlich nicht authentisch ist, das, was nicht dem Autor entspricht, taugt wenig zum Vortrag vor Publikum. Wenn nun einmal der typpspezifische Stil ruppig ist - dann muss man herausfinden, ob das Publikum ihn wohl erträgt, gar mag oder sogar feiert... Jeder Autor muss seinen eigenen Stil suchen, entwickeln, sich bewusst machen und weiter entwickeln...

 

Autorenlesungen halten - das bedeutet nicht, ein fertiges Produkt abzuliefern, sondern jede einzelne Veranstaltung ist Teil eines Prozesses. Ein gutes Training kann übrigens darin bestehen, die Extremform der Autorenlesung zu besuchen oder gar aktiv daran teilzunehmen: einfach mal zu einem Poetry Slam gehen.

 

Nur Mut! Das macht Spaß. Meistens wenigstens... 

 

 

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Freitag, 18. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 21

Wie organisiert man eine Lesereise?

 

Die kürzestmögliche, aber ehrliche Antwort lautet: mühsam.

Wenn eine Agentur oder [Gott sei es gelobt, getrommelt und gepfiffen] sogar die Marketingabteilung des Verlages, so man einen hat, das übernimmt: großartig!

Für das Mittelfeld der Autoren gilt einmal wieder: sich selbst ans Werk machen.

 

Als Ausgangspunkt für eine Lesereise [also mehrere Lesungstermine in Folge und womöglich mit Übernachtung] kann gut eine Anfrage dienen mit einem Veranstaltungsort nicht vor der eigenen Haustür.

Mit den Veranstaltern dort kann man den Schritt Null bei der Planung einer Lesereise tun: Man fragt bei ihnen an, ob sie mit einer befreundeten/bekannten/naheliegenden Institution die Reisekosten teilen möchten, indem sie sich bei dieser erkundigen, ob dort ebenfalls eine Lesung stattfinden kann. Die Aussicht auf Einsparungen auf der Kostenseite für den Veranstalter motiviert oft enorm! Lautet die Antwort "Ja, da ist eine zweite Institution in unserer Nachbarschaft ganz wild auf eine Lesung", dann ist alles klar und die Lesereise hat schon zwei Stationen!

Lautet die Antwort "Nein", können Autoren selbst aktiv werden und im lokalen Umfeld des Veranstaltungsortes nach weiteren Möglichkeiten suchen, sich und ihre Bücher vorzustellen. Relativ leicht geht das z.B. bei Buchhandelsketten. Bitte ansonsten beachten, dass es bei zwei Veranstaltungen in unmittelbarer Nähe  von einander keine Interessenskonflikte gibt: nie zwei Lesungen in 2 unabhängigen Buchläden veranstalten, die in 1 Stadt liegen! Wer allerdings eine Lesung mit einer Buchhandlung vereinbart, die nächste in einer Schule oder als Gast bei einem Kulturverein, geht kein Risiko hinsichtlich eines Interessenskonfliktes ein.

 

Übrigens: Wer seine Lesereise hinsichtlich der Kostenseite so attraktiv wie möglich für Veranstalter machen möchte, was nichts anderes heißt als preiswert, tut gut daran, dort zu lesen, wo Freunde oder Verwandte wohnen, bei denen man eine Nacht unterkommen kann: So spart man eine Menge Hotelkosten.

 

 

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Mittwoch, 16. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 19

Pressearbeit für Autoren

 

Autoren, die nicht für sich selbst werben können, gehen heutzutage im Literaturbetrieb unter. So einfach ist das.

 

Es ist also weder unangemessen noch unbescheiden, beim Veranstalter einer Lesung im Vorfeld anzufragen, ob und wenn ja, welche Medienarbeit geplant ist. Große Namen im Autorenheer müssen sich da weniger Sorgen machen - bei dem breiten Mittelfeld in der Schriftstellergilde ist hier Engagement gefragt. Schließlich bedeutet jeder Zeitungsartikel oder gar ein Radiobeitrag positive Werbung, evtl. mehr Buchverkäufe und vielleicht die Buchung der nächsten Lesung. Also nachfragen: wer kümmert sich bei einer Lesung um welche Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit? Wenn auf Seiten des Veranstalters niemand zuständig ist bzw. aktiv wird: selber handeln!

  • Herausfinden, wie die wichtigen Zeitungen vor Ort heißen, anschreiben und auf den Termin aufmerksam machen; die Mail ggf. schon aufpeppen mit eigenem Infomaterial wie einem Flyer o.ä.
  • Wenn ein Reporter zur Lesung kommt, Material für diesen im Sinne einer kleinen Pressemappe bereithalten: Flyer, Biografie, Bibliografie, Poster, Freiexemplar des Titels, aus dem gelesen wird - vielleicht wird der ja an die Kulturredaktion weitergereicht und dort besprochen?! So eine Presssemappe wirkt professionell - und verhindert im Ernstfall, dass der eigene Name falsch geschrieben wird...
  • Falls kein Pressemensch erscheint: selbst eine Pressemitteilung verfassen, in der das Wer / Wann / Was / Wo / Wie zur Lesung knapp geschildert wird

Achtung beim Anfertigen von Foto- bzw. Filmmaterial wegen ggf. verletzter Persönlichkeitsrechte! Es kann sehr teuer werden, wenn Eltern, die einer Schule keine Einverständniserklärung erteilt haben, Bilder ihres Kindes zu publizieren, ihren Nachwuchs plötzlich in der Zeitung oder im www im Zusammenhang mit der Berichterstattung von einer Autorenlesung entdecken! Wenn die Presse so ein Bild publiziert: ihr Problem. Autoren sollten hier sehr umsichtig vorgehen. Gerade, wenn Minderjährige auf Bildern erscheinen, ist Vorsicht geboten. Auf jeden Fall nur Gruppenbilder anfertigen und beim Veranstalter, aber vor allem in Schulen nachfragen, wie der Umgang mit Bildmaterial gehandhabt wird. [In vielen Schulen sind Gruppenbilder erlaubt.] 

Am besten, man nimmt zu Lesungen einmal einen begabten Fotografen aus dem eigenen Freundeskreis mit oder händigt eine leistungsfähige Kamera einem Erwachsenen vor Ort aus mit der Bitte, ein paar Fotos von einer Lesung OHNE deren jugendliche Gäste zu schießen - so kann man als Autor an unverfängliches Bildmaterial für Presse und Internetauftritt kommen. Verpixeln von Gesichtern stellt eine weitere Möglichkeit dar, Bilder verwenden zu können - aber schön wirken diese mit dem sog. "Pornobalken" versehenen Fotos nicht....

Bei größeren Lesungen, die von Volljährigen besucht werden, reicht es, gut sichtbare Plakate aufzuhängen oder eine Aufschrift auf die Eintrittskarten zu drucken, die besagt, dass im Rahmen der Lesung Fotos und/oder Filmaufnahmen gemacht und veröffentlicht werden und dass die Besucher der Veranstaltung sich durch ihre Anwesenheit beim Event automatisch damit einverstanden erklären, dass diese publiziert werden dürfen. Um jeden Ärger zu vermeiden, sollte trotzdem auf solche Fotos und Filmausschnitte verzichtet werden, die einzelne Gäste sehr deutlich herausstellen.

 

 

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Montag, 14. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 18

Wie Autoren ihre Lesungsveranstaltung aufwerten können

 

Höflichkeit und Pünktlichkeit sind wichtige Merkmale eines respektvollen Umgangs miteinander; wer schreibt und u.a. deshalb als kultiviert im weitesten Sinne angesehen werden darf, sollte unbedingt höflich und pünktlich agieren - gegenüber seinem Gastgeber bei einer Lesungsveranstaltung sowie auch gegenüber deren Besuchern. Bei diesen beiden Attributen handelt es sich jedoch um das absolute Minimum, um als Autor einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Weitere Pluspunkte lassen sich folgendermaßen sammeln, werden vielleicht kommuniziert und sorgen dafür, dass die nächste Einladung zu einer Lesung bald kommt:

  • strukturiert und organisiert arbeiten - wer vor der Lesung noch 3 x nachfragen muss, wie die genaue Adresse des Veranstaltungsortes lautet, sammelt fette Minuspunkte. Deshalb vom ersten Kontakt an - egal, ob der per Post, Email oder telefonisch stattfindet - eine kleine Akte zum Vorgang anlegen und alle, wirklich alle Informationen zum Vorgang dort gemeinsam archivieren. Um unnötige Nachfragen zu vermeiden, sollten sich Autoren ein Musterformular entwerfen, auf dem je ein Feld existiert für alle Fragen, die im Zusammenhang mit einer Lesung geklärt werden sollten - z. B.
    • Anfrage vom/Datum eintragen:
    • Verbindliche Buchung vom /Datum eintragen:
    • Anfrage durch/Namen eintragen:
    • Welche Einrichtung/Namen eintragen:
    • Kontakt - Telefon Privat:              Telefon dienstlich:                                        
    • Emailadresse:
    • Adresse Veranstaltungsort:
    • ggf. Adresse Hotel:
    • Besonderheiten Anfahrt:     
    • Datum der Veranstaltung:
    • Uhrzeit der Veranstaltung: von    Uhr bis    Uhr
    • Thema der Veranstaltung/Lesen aus:
    • Zahl der Lesungen:
    • Buchverkauf durch:
    • Vorbestellung von Büchern?
    • Anreise per Auto:
    • Anreise per Bahn:      
    • Reisekosten in Höhe von:                   
    • Autorenvertrag abgeschlossen?
    • Bemerkungen:

Übrigens: Wer eine Lesungsagentur für sich arbeiten lässt, kann sich in der Regel darauf verlassen, dass die all diese Fragen um die Organisation einer Veranstaltung hinreichend klärt.

  • Werbemittel, wenn vorhanden, unbedingt schon auf der Homepage bzw. beim ersten Kontakt anbieten: Poster, Lesezeichen, Freiexemplare (beispielsweise als Geschenk für die einladende Person oder Institution) ankündigen, um auf alles im Vorfeld hinzuweisen, was man als Autor über die reine Lesung hinaus zu bieten hat
  • Sich erkundigen, in welchem Kontext die Lesung stehen soll. Das kann bedeuten...
    • bei Schulen: anfragen, ob sich die Lesung auf Unterrichtsstoff bezieht, wenn ja wie bzw. auf welche Unterrichtseinheit genau und für Anknüpfungspunkte während der Veranstaltung sorgen
    • bei Institutionen wie Vereinen, Kulturträgern etc.: anfragen, ob die Veranstaltung zu einer Reihe gehört bzw. welche Ziele die Gastgeber damit verfolgen und während der Lesung in diesem Sinne Bezüge herstellen

 

 

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Sonntag, 13. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 17

Was gute Gastgeber bei einer Autorenlesung tun können

Damit eine Lesungsveranstaltung rundum gelingt, ist es opportun, dass sich Besucher und Schriftsteller gleichermaßen wohlfühlen - das wiederum liegt zu einem großen Teil in den Händen der Veranstalter. Sie können konkret darauf Einfluss nehmen, dass Autoren bei der Anreise bzw. beim Aufenthalt vor Ort zufrieden sind und bleiben:

  • Bei der Anreise mit dem Auto  hilft eine Anfahrtskizze und eine Beschreibung der Parkmöglichkeiten Stress zu vermeiden - bitte im Zeitalter der Navigationssysteme, die beispielsweise angesichts eines gesperrten Bahnübergangs oder einer anderen Baustelle einfach versagen müssen, solche "Klippen" und wie man am besten damit umgeht, im Vorfeld besprechen
  • Bei der Anreise mit dem Zug kommt eine Abholung vom Bahnhof immer gut an -einfach nachfragen, ob der Gast dies wünscht
  • Muss der Autor übernachten, sollte das Hotel einen gewissen Komfort bieten - eine Kaschemme wird jedenfalls nie positiv wahrgenommen. Außerdem kann sich der "Gastgeber" der Lesung überlegen, am Vorabend oder am Veranstaltungstag mittags - je nach Zeitpunkt der Lesung - den Autor zu einem gemeinsamen Essen auszuführen.
  • Je nachdem wie lang ein Autor rund um die geplante Lesung vor Ort bleibt/bleiben muss, sollten sich Gastgeber überlegen, wenigstens ein paar Informationen zur "Location" zusammenzustellen oder gar für die Zeit des Aufenthaltes ein "Rahmenprogramm" anzubieten, das Vorschläge zur [begleiteten oder unbegleiteten] Freizeitgestaltung enthält

Man kann es drehen und wenden wie man will: Wie stark sich Gastgeber in Bezug auf eine attraktive Gestaltung eines Autorenbesuches für den Gast finanziell und zeitlich engagieren, ist in der Regel ab Prominenz bzw. den Verkaufszahlen seiner Bücher. Kein Grund für "kleine Autoren", damit zu hadern, denn schließlich verfügen sie ja noch in ihrer Entwicklung als Schriftsteller über Spielraum nach oben und somit Perspektive.

Ganz gewiss ist aber auf Seiten der Gastgeber ein gewisses Fingerspitzengefühl im Umgang mit eigeladenen Autoren gefragt: Entweder sie behandeln alle ihre Gäste gleich - oder sie gehen diskret mit den Details zu den unterschiedlichen Besuchen um, denn niemand mag hören, dass der erfolgreichere Kollege die Fürstensuite im Grandhotel bewohnen durfte, man selbst aber in einer bescheidenen Kammer einquartiert wurde...

 

 

 

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Donnerstag, 10. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 16

Autorenlesungen preiswert, kostengünstig oder billig suchen...?

 

Wer Bücher publiziert hat, ist nicht automatisch reich - obwohl dieser weitverbreitete Irrtum sich hartnäckig hält. Das mag ganz beeindruckend aussehen, wenn bei einer Lesung rund 50 Buchexemplare den Besitzer wechseln, die jeweils 20 Euro kosten. Aber was kommt davon bei Autoren an? Eine Beispielrechnung zeigt: nicht viel.

Von den € 20,--/Buch erhält ein Schriftsteller ein Autorenhonorar zwischen 5 und 10 %, je nachdem wie der Vertrag mit dem Verlag ausgehandelt wurde, in unserem Fall also maximal € 2,--. Von diesem Betrag müssen noch die Buchhandelsrabatte abgezogen werden - so um die 40 %. Dann bleiben dem Autor ca. € 1,20/Buch (oder im Falle eines weniger vorteilhaften Vertrages € 0,60/Buch), die bitteschön ordnungsgemäß zu versteuern sind... Von den satten 1.000 Euro, die sich nach so einem Buchverkauf in der Kasse drängeln, gehen also nur € 60,-- (€ 30,-- bei einem 5%-Vertrag) an den Urheber des Werkes, abzüglich der Steuern.

 

Wirklich leben von ihrer Schreiberei können nur vergleichsweise wenige Autoren; für die anderen stellt ihre Autorentätigkeit ein teures Hobby bzw. eine kostspielige Leidenschaft dar, wenn man Zeit & Arbeit bis zum fertigen Werk gegen die damit verbundenen Einnahmen aufrechnet: ein Mindestlohn von € 8,50/Arbeitsstunde ist und bleibt für die Mehrzahl der Schriftsteller ein unerreichbarer Traum.

 

Autorenlesungen dürfen nicht preiswert sein - das können sich Schriftsteller angesichts der oben dargestellten Bedingungen der wirtschaftlichen Seite ihres Schaffens einfach nicht leisten! Auch muss bedacht werden, dass da nicht traumhafte Stundenlöhne im dreistelligen  Bereich für 45 Minuten oder 60 Minuten Veranstaltungsdauer gezahlt werden, sondern dass das Lesungsentgelt viel mehr Arbeitszeit - abgesehen von der Tätigkeit Texte zu verfassen - mit  entlohnt: Lesungen müssen vorbereitet und nachbereitet werden, Menschen mit einer Festanstellung müssen sich dafür Urlaub nehmen; An- und Abreise kosten meist viel Zeit.

 

In jedem Fall stellen Lesungen vor allem für die Unter- und Mittelschicht der Autoren eine wichtige Einnahmequelle dar - mit der sie ihre Arbeit finanzieren, denn der Buchverkauf allein bringt bei den meist kleinen Auflagen nicht genug ein, um als Kulturschaffender tätig zu sein - und zu bleiben.

In der Förderlandschaft bzw. auf gewerkschaftlicher Seite (verdi) kursieren Empfehlungen bezüglich der Höhe von Autorenhonoraren für Lesungen, die bei ca. € 255,-- liegen. Das Honorar für eine Lesung sollte jeder Autor unbedingt VOR DER VERANSTALTUNG IM RAHMEN EINES AUTORENVERTRAGES MIT DEM VERANSTALTER SAMT DEM FÄLLIGKEITSDATUM FÜR DIE ZAHLUNG FESTLEGEN!

 

Gratis lesen? Bitte nicht! Kollegen, die das tun, betreiben Lohndumping für andere Schriftsteller. Pfui...

Sich dem Argument beugen, die Lesung diene dem Buchverkauf und darin liege der wirtschaftliche Vorteil für Autoren? Bitte auch nicht. Die obige Beispielrechnung erklärt, warum - und auf kaum einer Lesung werden 50 Bücher verkauft... Ein Veranstalter, der eine Gratis-Lesung erbittet kann dafür einzig und allein gemeinnützige Zwecke als Argumente ins Feld führen und die sollte sich ein Autor genau explizieren lassen!

 

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Dienstag, 8. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 15

Definitionen zu Autorenlesung / Workshop / Schreibwerkstatt / Theaterwerkstatt / Werkstattgespräch

 

Rund um das Thema Autoren einladen, damit sie sich und ihre Werke vor Ort vorstellen, gibt es nicht nur das Veranstaltungsformat der klassischen Lesung. Wie genau Schriftsteller letztlich ihr Schaffen in der Öffentlichkeit präsentieren, ist ihnen überlassen. An dieser Stelle sollen einmal kurz ein paar Möglichkeiten lediglich skizziert werden:

  • Bei der klassischen Autorenlesung wird aus einem Werk vorgetragen. Der Vortrag kann - je nach Gegenstand - durch Puppenspiel, von Bildmaterial oder auch Musik begleitet bzw. untermalt werden. An den Vortrag schließt sich eine moderierte oder unmoderierte Fragerunde Publikum / Autor an. Abschließend werden ggf. Bücher verkauft und /oder signiert. 
  • In einem Workshop werden die Gäste aktiv. Meist geht es dabei darum, dass sie selbst kreativ zum Schreiben durch den anwesenden Schriftsteller angeleitet werden. Ein Workshop kann sich aber ebenso gut mit anderem kreativem Tun beschäftigen wie beispielsweise der Umsetzung eines Textes in Bilder, in ein Schauspiel oder der Vertiefung der Inhalte durch eine Art Ausstellung oder mit themenbezogenen Aktionen - Beispiel: Nach einer Lesung, in der ein Reisebericht über Brasilien vorgetragen wurde, kocht man gemeinsam brasilianisch...
  • Bei einer sog. Schreibwerkstatt geht es tatsächlich ausschließlich um das Handwerk des Schreibens. Gäste wollen vom Autor lernen, sich nach dessen Stilmitteln erkundigen, seine Themen aufgreifen, erfahren, wie man Geschichten oder Gedichte in Form bringt etc.
  • Eine Theaterwerkstatt muss nicht in Gegenwart eines Autors stattfinden, aber das kann der Fall sein. Hierbei geht es um die Umsetzung von Texten für die Bühne bzw. darauf. Die Anleitung der Teilnehmer erfolgt also hier entweder durch einen Autor oder Fachpersonal vom Theater.
  • Das Werkstattgespräch ist nicht eindeutig, sondern sozusagen zweideutig definiert: Zum einen kann man darunter verstehen, dass der Autor über seine Arbeitswege Auskunft gibt, die zu einem Werk geführt haben: von der ersten Skizze der Handlung über die Recherche und ihre Quellen bis hin zum vollendeten Text. Manchmal werden aber auch die Begriffe Schreibwerkstatt und Werkstattgespräch synonym verwendet, d. h. in diesem Fall soll ein Werkstattgespräch den Teilnehmern Anregungen aus den Erfahrungen des Referenten heraus zu ihrem eigenen Schreiben vermitteln.

Faustregel: Alles, was nicht als Autorenlesung im engeren Sinne bezeichnet werden soll, dauert länger als diese und ist teurer.

 

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Sonntag, 6. November 2016 - 07:20 Uhr

Eine Autorenlesung veranstalten / Ratgeber für Veranstalter & Autoren 14

Wird bei einer Autorenlesung wirklich nur gelesen...?

 

Schriftsteller haben ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sie bei einer Lesung auftreten sollen. Sicher ist eine heftige Gestik bei einer Veranstaltung zu einer Biografie von Papst Benedikt nicht angebracht. Wird dagegen aus einem Kinderbuch vortragen, das im Fußballmilieu spielt, sieht das ganz anders aus.

Wie gestenreich ein Vortrag ausfällt, ist immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und Temperamentes. Die Empfehlungen dazu reichen dementsprechend von "Stillhalten!" bis "Lass alles raus!"

 

Jeder muss da zu seinem ganz persönlichen Stil finden - der dann auch noch von Werk zu Werk sorgfältig auf den vorgetragenen Inhalt abgestimmt werden sollte. Was grundsätzlich helfen kann, ist ein Besuch im Theater bei einer sogenannten szenischen Lesung: Da kann man bei den ausgebildeten Profis, den Schauspielern, abschauen wie die mit Gesten oder ggf. einer Veränderung der Stimmlage ihren Vortrag gekonnt untermalen. Einmal einen Poetry-Slam besuchen kann ebenfalls dabei helfen, die eigene Rolle für den Vortrag zu definieren.

 

Wer sich ganz besonders gut vorbereiten will, mag sich selbst einmal beim Lesen filmen und sich das Ergebnis anschließend kritisch betrachten. Andererseits hat eine gewisse Unbefangenheit auf seiten eines Referenten ebenfalls ihren ganz eigenen Charme. Schriftsteller haben schließlich auch das Recht, in ihre Rolle hineinzuwachsen und sich in ihrem ganz eigenen Tempo zu entwickeln.

Da konstruktive Kritik immer helfen kann, sollten sich Autoren ruhig am Ende einer Lesung ein Feedback beim Veranstalter einholen. Je nachdem, wer Träger der Lesung war, kann es sich dabei um erfahrene Leute handeln, die wirklich etwas Substantielles zu sagen haben...

 

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